21.03.2010 Auflösung der Ringer-Regionalliga hat gravierende Folgen für hiesige Vereine
 

Bericht von
Jörg Richter

Neue Bundesländer verlieren direkten Aufstiegsplatz in die 2. Bundesliga - Nord


Es gab noch einmal einen Hoffnungsfunken für die Regionalliga Mitteldeutschland- der dritthöchsten Kampfklasse der Region, nachdem sich alle Mannschaften zu einer letzten Absprache getroffen hatten. Den beiden Erstplatzierten der Oberliga Sachsen, Meister RV Thalheim II und Vizemeister KG Leipzig/Großlehna wurde für die Entscheidung, doch noch in die höhere Kampfklasse aufzusteigen, eine Bedenkzeit eingeräumt. Beide Oberligisten entschieden sich nun gegen ein Nachrücken in die Regionalliga Mitteldeutschland, womit diese Staffel letztendlich aufgelöst war.

 

„Wir hätten mit dem AC Werdau, Zweitligaabsteiger RSK Gelenau, sowie der WKG Leipzig/Taucha II gleich drei sächsische Teams an den Start gebracht“, weißt Sachsens Ringerpräsident Benedict Rehbein die Schuld für den Zusammenbruch der Regionalliga von sich- und seinem Verband.

Brandenburg hätte mit der WKG Frankfurt(Oder)/Eisenhüttenstadt II ein neues Team an den Start gebracht, der SV Luftfahrt Berlin II war schon seit einem Jahr in der Regionalliga integriert und aus Thüringen kämpft der AVC Zella-Mehlis seit seinem Abstieg vor zwei Jahren in dieser Staffel mit. Doch sechs Teams waren insgesamt zu wenig für diese Kampfklasse, so sahen es die meisten Vereine und nun rücken alle Mannschaften zurück in ihre Landes-Oberligen. Selbst der Antrag des AV Concordia Zella-Mehlis, in der Oberliga Sachsen mitringen zu dürfen, wurde von einigen sächsischen Vereinen abgelehnt, die Thüringer werden nun wohl für ein Jahr gänzlich auf dem Ligen-Schauplatz fehlen, denn in der Oberliga Thüringen kämpfte bislang die 2. Mannschaft des AVC erfolgreich. Für den AVC durchaus auch eine existenzielle Frage.

 

„Da haben sich die, in der Regionalliga Mitteldeutschland zusammengefassten Länder keinen Gefallen getan, schließlich haben sie am Ende auch ihre direkte Aufstiegsmöglichkeit in die 2. Bundesliga verspielt“, so der DRB-Vizepräsident Karl Rothmer, der die Auflösung der Staffel ebenso bedauert wie RVS-Präsident Benedict Rehbein.

Bei den Vereinen hingegen ist die Meinung geteilt. Das zuletzt Mannschaften anderer Landesorganisationen Meister wurden, sich im Falle des KAV Mansfelder Land viele sächsische Talente schnappten und gen 2. Bundesliga verschwanden, ist die eine Seite – die starke Regionalliga als wichtiges Bindeglied zwischen den Verbandsligen und dem Oberhaus – eine Andere. „So schnell wird da wohl keiner mehr in die 2. Bundesliga aufsteigen können“, ärgert sich auch Henning Tröger (Mannschaftsleiter des AC Werdau) über die Entscheidung, die Regionalliga zu streichen. Besonders bitter trifft es den RSK Gelenau, der aus der 2. Bundesliga abgestiegen ist und nun gleich um zwei Klassen – bis in die Oberliga Sachsen fällt. Ängstlich schaut da auch der Vorsitzende der WKG Pausa/Plauen, Ulrich Leithold auf die bevorstehende Zweitligasaison. „Absteigen dürfen wir keinesfalls, in einem solchen Unterbau wird man dann wohl für lange Zeit verschwinden.

 

„Nun werden wohl Bayern und Hessen den ersten Aufsteiger zur 2. Bundesliga Nord unter sich ausmachen, das beste Team aus der Aufstiegsrunde der neuen Bundesländer müsste dann mit dem Verlierer Bayern/Hessen, den 2. Aufsteiger ermitteln“, so die derzeitige Konstellation des DRB-Vizepräsidenten für Bundesligaangelegenheiten Karl Rothmer, der die Entscheidung der Vereine, die Regionalliga Mitteldeutschland zu streichen, als 'Eigentor' bezeichnete. Die Auf- und Abstiegsregelungen für die kommende Saison werden in den nächsten Tagen entgültig festgezurrt. Eine generelle Umstrukturierung der Bundesligen, wie sie vom DRB ins Auge gefasst wird, hätte auch eine Neuregelung der Auf- und Abstiegsfrage zur Folge. "Doch dazu müssen die beteiligten Länder ihren Unterbau in Ordnung bringen", so Rothmer mit Blick auf die Saison 2011/2012.

 

Antwort von
M. Bitterling

Schlechte Nachrichten verbreiten sich immer am schnellsten. Doch aufgeben wollen wir noch nicht. Am 10.04.2010 findet in Berlin eine ligaübergreifende Vereinstagung statt zu der wir alle Vereine aus Thüringen, Sachsen, Sachsen- Anhalt und der Gruppe Nord einladen. Die Einladung geht in Kürze raus. In Zusammenarbeit mit Swen Lieberamm wollen wir versuchen, die gerade "gestorbene" Regionalliga wieder zu beleben. Darüber hinaus haben wir interessante Vorschläge für eine mögliche 4. Liga. Wer teilnehmen möchte, bitte schon heute gern an mich oder S. Lieberamm verweisen. Bitte unterstütze uns bei unserem sicherlich sehr schwierigem Unterfangen.

Ob eine neu gegründete 3. Liga einen Aufstiegsplatz erkämpfen kann, ist für uns im Moment untergeordnet, wichtig ist es schon, viel wichtiger ist es, die Liga ins Laufen zu bekommen.

Rein hauen,  JETZT !!

Schöne Grüße aus Berlin

M. Bitterling

 

 
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