Schon im Vorjahr wankte die Konstruktion, die vor mehreren Jahren zwischen Landesklassen und 2. Bundesliga eingebaut wurde, um den Sprung aus der Oberliga in die Bundesliga nicht zu groß werden zu lassen. Die WKG Altenburg/Schneeberg stieg in der letzten Saison als Tabellen-Neunter freiwillig ab, die KG Vorpommern (Greifswald/Torgelow) bezahlte die 14-tägigen 'Wochenendausflüge nach Sachsen und Thüringen fast mit dem Konkurs und stieg ebenfalls aus. Doch mit dem damaligen Sachsenmeister KFC Leipzig II, dem KAV Mansfelder Land, sowie dem RVE Lugau wurden Aufsteiger gefunden, während der AC Taucha aus der 2. Bundesliga abstieg und der Regionalliga zugeordnet wurde.
Nicht viel besser die Situation nach der soeben beendeten Meisterschaftsserie 2008/2009, Aufsteiger RV Lugau steigt ohne einen einzigen Punktgewinn wieder ab, wobei nicht einmal Aufstiegskämpfe zustande kommen, denn aus allen Landesklassen (Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen) kam von den Staffelsiegern der jeweiligen Oberligen das klare Signal; 'wir können nicht aufsteigen'.
Beim frischgebackenen Sachsenmeister KG Leipzig/Großlehna sind es sowohl personelle- als auch finanzielle Probleme, die den Sprung in die höhere Kampfklasse verbieten. Auch das Beispiel des Vorjahres-Aufsteigers RV Eichenkranz Lugau war eher abschreckend, obwohl trotz der Niederlagenserie bis zuletzt viele Zuschauer zu den Kämpfen der Erzgebirger kamen.
Zunächst weigerten sich die Teams aus
Sachsen-Anhalt aufzusteigen, während aus
Brandenburg nur der 1. Luckenwalder SC II
vertreten war. Doch auch die Flämingstädter
knicken nun ein, machten von ihrem
Aufstiegsrecht in die 2. Bundesliga keinen
Gebrauch und zogen nach dem Staffelsieg vor zwei
Wochen ihr Reserveteam gänzlich aus der
Regionalliga zurück. Nun müssen die hinter dem
LSC II platzierten Mannschaften, WKG Pausa/Plauen
und AC Werdau entscheiden, ob sie als
Nachrücker, den Sprung in die 2. Bundesliga
wagen möchten.
Der AV Concordia Zella-Mehlis steigt aus der 2.
Bundesliga in die Regionalliga ab, womit die
Staffelstärke zumindest auf 8 Mannschaften
ansteigen würde. Neue Strukturen müssen her,
denn ob 7 Heimkämpfe ausreichen, um die kommende
Saison auch finanziell in den schwarzen Zahlen
abschließen zu können, ist fraglich.
Nun stehen Gespräche zwischen den Verantwortlichen der Landesverbände an, um die Situation zu meistern. Am 14. Februar findet in Darmstadt die Bundesligatagung statt, danach müssen auch die Angelegenheiten in den regionalen Staffeln geklärt sein. Für viele Teams jedoch zu spät, denn am 31. Mai hört das Wechselkarussell auf sich zu drehen und auf dem letzten Pfiff noch auf Sponsorensuche zu gehen, bzw. Athleten zu verpflichten, ist wohl ein aussichtsloses Unterfangen.
